Unsere nächsten Veranstaltungen:
Bitte beachten Sie: Ab Septemer beginnen unsere Veranstaltungen immer um 19:00 Uhr!
►►Mittwoch 16.09.(!) 26, 19:00 (!) Uhr im Künstlerhof am Ludwigsplatz
Bertold Heizmann: Frauenfeindlichkeit in der Literatur. Über Goethes Pandora
Die angebliche Minderwertigkeit des weiblichen Geschlechts ist in der abendländischen Literatur tief verankert. Maßgebliche ‹Urbilder› sind die biblische Eva oder die mythologische Pandora, die immer wieder für das ‹Böse› in der Welt herhalten müssen. In der klassischen Literatur (Lessing, Wieland) finden sich auch humoristische oder kuriose Versionen, die allerdings die bis heute verbreiteten abfälligen Einschätzungen nicht abzumildern vermögen. Eine Sonderrolle spielt Goethes Pandora.
Bertold Heizmann ist Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Essen
►► Mittwoch, 14. Oktober 2026 19 Uhr im Künstlerhof am Ludwigsplatz
Hans Pleschinski: Das kurze und verschwenderische Glück der Marie Antoinette
Was wir über Marie Antoinette wissen, was in Romanen, Biographien und Filmen über sie berichtet wird, basiert oft minutiös auf den Memoiren ihrer Kammerfrau Henriette Campan. Sie blieb der schillernd-schönen und tragischen Königin bis an ihr Lebensende treu. Hans Pleschinski, vielfach preisgekrönter Romancier und als Übersetzer anerkannter Experte für die Literatur des 18. Jahrhunderts, hat diese einzigartigen Memoiren in ein elegantes Deutsch gebracht, in dem sich ein Leben liest wie Literatur.
Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München. 2014 erhielt er neben vielen anderen Preisen den Literaturpreis der Stadt München. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
►►Mittwoch, 18. November (!) 2026, 19 Uhr im Künstlerhof am Ludwigsplatz
Dr. Ulrich Hohoff, Augsburg: E. T. A. Hoffmann und Goethe
Auf den ersten Blick haben sie kaum etwas gemeinsam, der weithin anerkannte Weimarer Dichter und der vor Phantasie sprühende Erzähler in Berlin. Der 250. Geburtstag des mehrfach begabten Spätromantikers Hoffmann (24.1.1776-25.6.1822) ist ein guter Anlass, um sich sein Leben und Werk zu vergegenwärtigen und dabei auf Bezüge zu Goethe zu achten. Auch wenn Hoffmann ganz anders dichtete, kannte er seinen Goethe gut und bezog sich öfters auf ihn – auch parodistisch wie im Bildungsroman „Lebensansichten des Katers Murr“. Nicht zuletzt waren beide Weinliebhaber und bedichteten den Wein. Im Alter kritisierte Goethe den bizarren Hoffmann allerdings heftig.
Dr. Ulrich Hohoff ist Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Augsburg.
►►Mittwoch, 9. Dezember 2026 , 19.00 Uhr im Künstlerhof am Ludwigsplatz
Rainer W. Janka: Vielfach verrätselt; Goethes Gedicht „Gingo biloba“. Entstehung und Interpretation
Rainer W. Janka ordnet dieses berühmte Gedicht biografisch ein als verstecktes Liebesgedicht an Marianne von Willemer, zeigt die Wirkung auf Marianne, erklärt den Stellenwert im „West-östlichen Divan“ und interpretiert das Gedicht poetologisch und thematisch.
Rainer W. Janka, geb. 1951 in Ansbach, Abitur am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen, Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Musikwissenschaft, Germanistik, Geschichte und Politologie in Erlangen und Frankfurt und Philosophie/Ethik in München.